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Pressemeldung

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BMW Motorrad Motorsport - WSBK - Monza - Vorschau

  • 30.04.2012
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Italien – Monza.

Vorschau.

 

 

04. – 06. Mai 2012

04. von 14 WM-Rennwochenenden

 

 

München/Stephanskirchen, 30. April 2012. Das Team BMW Motorrad Motorsport bereitet sich auf das zweite Italien-Gastspiel der FIM Superbike-Weltmeisterschaft 2012 vor. Im „Autodromo Nazionale di Monza“ (ITA) steht am kommenden Wochenende (4. bis 6. Mai) das vierte Rennwochenende der Saison auf dem Programm. Nach drei starken ersten Saisonrunden möchte das Team mit den beiden Werksfahrern, dem italienischen Lokalmatador Marco Melandri und dem Briten Leon Haslam, auch diesmal um die vordersten Plätze kämpfen.

 

Marco belegte beim Saisonauftakt in Australien mit seiner BMW S 1000 RR den zweiten Rang. Leon stand beim ersten Italien-Gastspiel Anfang April in Imola zweimal als Dritter auf dem Podium. Und in Assen (NED) hatten sowohl Marco als auch Leon den ersten Sieg für BMW Motorrad in der Superbike-Weltmeisterschaft in greifbarer Nähe, doch unter tückischen Bedingungen fehlte das letzte Quäntchen Rennglück. An den Königlichen Park von Monza haben das Team und beide Werksfahrer gute Erinnerungen: 2010 feierte die Mannschaft dort ihren ersten Podestplatz in der Weltmeisterschaft. Im vergangenen Jahr wurde Marco in Monza Zweiter, Leon fuhr mit seiner RR als Dritter ebenfalls auf das Podium.

 

Nach drei absolvierten Rennwochenenden in der Saison 2012 belegt Marco mit 66 Zählern den fünften Rang der Fahrerwertung, punktgleich mit dem Viertplatzierten Sylvain Guintoli (FRA). Leon ist Siebter mit 58 Zählern. Gemeinsam haben sie in diesem Jahr bereits 124 Punkte für das Team BMW Motorrad Motorsport gesammelt. In der Herstellerwertung, für die nur das jeweils beste Rennergebnis zählt, liegt BMW aktuell mit 86 Punkten auf dem dritten Platz.

 

 

Monza aus Fahrersicht:

Marco Melandri:

„Ich denke, dass uns Monza gut liegen sollte. Es ist ein sehr schöner Kurs und hat eine ganz andere Charakteristik als die normalen Motorrad-Rennstrecken. Die Strecke ist unheimlich schnell, es werden sehr hohe Geschwindigkeiten gefahren, und man muss extrem stark bremsen. Mir gefallen eigentlich alle Kurven, aber die ‚Ascari‘ ist etwas Besonderes, weil sie die einzige Folge von drei Kurven hintereinander ist. Deshalb macht sie viel Spaß. Und die letzte Kurve ist sehr wichtig, um ein gutes Ergebnis zu holen. Ich hoffe zudem, dass das Wetter besser sein wird als in Assen.

 

Wir arbeiten weiter hart und versuchen, in den Rennen konstant zu sein. Die Meisterschaft ist mehr als offen, und man kann leicht einen Fehler machen, vor allem bei schwierigen Bedingungen. Deshalb müssen wir sehr konzentriert sein und in jedem Rennen versuchen, unser Bestes zu geben.“

 

 

Leon Haslam:

„Wir machen sehr große Fortschritte. In Imola standen wir zwei Mal auf dem Podium, und wenn die Dinge etwas anders gelaufen wären, dann hätten wir Carlos Checa den Sieg streitig machen können. In Assen hatten wir definitiv in beiden Rennen die Chance, zu gewinnen – wenn wir die richtige Reifenwahl getroffen hätten und wenn ich nicht gestürzt wäre. Das sind eine Menge ‚Wenns‘, aber immerhin können wir jetzt ‚wenn‘ sagen, wenn wir über Siege sprechen.

 

Monza ist eine Strecke, die mir gefällt. Im vergangenen Jahr stand ich dort auf dem Podium. Es wäre sogar ein Doppelpodium geworden, wenn mein zweites Rennen nicht in der ersten Kurve beendet gewesen wäre, als ein anderer Fahrer einen Unfall hatte, mein Bike getroffen wurde und ich ebenfalls stürzte. Auf dieser Strecke muss sehr oft stark gebremst werden, und man braucht ein Motorrad, das beim Anbremsen gut ausbalanciert ist. Vor den langen Geraden gibt es drei Schikanen, und das Bike muss gut aus diesen Schikanen herausbeschleunigen. Dort ist Aprilia sicherlich das Motorrad, das es zu schlagen gilt. Aber unsere RR ist schnell und stark. Ich hoffe auf ein gutes Rennen und dass ich erneut mit um den Sieg fahren kann.“

 

 

Monza aus technischer Sicht:

Andrea Dosoli, BMW Motorrad Motorsport Rennleiter:

„Wir haben in Assen gezeigt, dass wir bei allen Bedingungen konkurrenzfähig sind, aber wir haben nicht so viele Punkte mit nach Hause gebracht, wie möglich gewesen wären. Diese Punkte zu holen, ist unser Ziel für das nächste Rennen in Monza. Es ist eine sehr spezielle Rennstrecke, mit langen Geraden, auf denen wir den kraftvollen Motor unserer BMW S 1000 RR bestens nutzen können. Doch wir müssen ebenfalls gut auf die langsamen Schikanen mit ihren Richtungswechseln und die berühmten Kurven ‚Lesmo‘ und ‚Parabolica‘ vorbereitet sein.

 

Unsere Fahrer haben beide gute Erinnerungen an die Monza-Rennen des vergangenen Jahres, beide standen auf dem Podium. Bereits im vergangenen Jahr gehörte Leon dort zu den Sieganwärtern. Und das Motorrad wurde konsequent weiterentwickelt. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass unsere starken Fahrer erneut um Toppositionen kämpfen werden. Zur Vorbereitung auf die Rennen werden wir an der Abstimmung arbeiten und versuchen, all die neuen Komponenten, die wir bei den jüngsten Tests dabei hatten, optimal zu nutzen.“

 

 

Monza aus Pirelli-Sicht:

Monza ist das Heimrennen von Pirelli, da sich der Hauptsitz des Unternehmens nur wenige Kilometer vom „Autodromo Nazionale di Monza“ entfernt befindet. Die Strecke ist seit jeher eine echte Herausforderung für die Reifen. Aufgrund der extrem langen Geraden, der konstant hohen Geschwindigkeiten und der Zonen, in denen stark gebremst werden muss, wird die Reifenmitte mehr belastet als auf jeder anderen Strecke im Kalender der Superbike-Weltmeisterschaft. In Vertikalstellung wird sowohl beim Beschleunigen als auch beim Bremsen rund fünf Mal mehr Wärmeenergie frei als in Assen. Dazu kommt die thermische Belastung der rechten Reifenschulter, vor allem in der „Biassono“-Kurve, in der bei hoher Geschwindigkeit für lange Zeit in Schräglage beschleunigt wird. Dort erreicht die entstehende Wärmeenergie an der Schulter die Rekordwerte von Phillip Island.

 

Deshalb hat sich Pirelli entschieden, den Fahrern in Monza vier verschiedene Hinterreifen-Typen zur Auswahl zu stellen, darunter einen SC0 und einen SC1 in der breiteren 200er-Größe, wie sie bereits in Australien zum Einsatz kamen. Dazu kommen eine weitere SC1- und eine SC2-Mischung, beide in 190er-Standardgröße. Aus den oben genannten Gründen haben der SC0- und die beiden SC1-Reifen einen mit einer SC2-Mischung verstärkten Mittelteil.

 

 

Hintergrund:

Der Königliche Park von Monza ist eng mit der Historie des Motorsports verbunden. Seit 90 Jahren ist das „Autodromo Nazionale di Monza“ Schauplatz spannender Automobil- und Motorradrennen, hier wurde Motorsportgeschichte geschrieben. Der Hochgeschwindigkeitskurs wurde 1922 eröffnet, und die Namen berühmter Kurven wie „Parabolica“, „Lesmo“ und „Ascari“ lassen auf der ganzen Welt die Herzen der Fans höher schlagen. Die Stadt Monza hat rund 120.000 Einwohner und liegt in der norditalienischen Lombardei, zwischen Mailand und dem Comer See. Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis ins sechste Jahrhundert, doch ihre Bekanntheit hat sie dem Motorsport zu verdanken. Seit den 1920er-Jahren ist das „Autodromo Nazionale di Monza“ der Austragungsort des Großen Preises von Italien, der seit 1950 zur Formel-1-Weltmeisterschaft gehört. Die Superbike-Weltmeisterschaft gastiert seit 1990 in Monza.

 

Der Hochgeschwindigkeitskurs ist fahrerisch nicht besonders anspruchsvoll, für das Bike jedoch eine echte Herausforderung. Das Layout vereint lange Geraden, ultraschnelle Kurven und langsame Schikanen. Somit dreht sich auf der einen Seite alles um die Höchstgeschwindigkeit und damit um die Leistung des Motorrads. Auf der anderen Seite sind die Schikanen – die erste ist besonders langsam – ein echter Härtetest für die Bremsen. Das Bike muss stabil sein und auch bei niedrigem Tempo gut auf Verzögerungen reagieren. Gleichzeitig muss das Motorrad gut aus den langsamen Schikanen herausbeschleunigen, damit die Fahrer viel Tempo mit auf die folgenden, langen Geraden nehmen können. Die „Lesmo“-Kurve zählt zu den Schlüsselstellen: Hier gilt es, den richtigen Bremspunkt zu finden, um keine Zeit einzubüßen. Durch die Kombination aus Highspeed-Abschnitten und Stop-and-Go-Passagen werden zudem die Reifen extrem belastet.

 

Dem Team BMW Motorrad Motorsport gelang 2010 in Monza der erste wichtige Meilenstein: Die Mannschaft errang dort mit Troy Corser (AUS) ihren ersten Podiumsplatz in der Superbike-Weltmeisterschaft. 2011 fuhr das Team mit Leon Haslam (GBR) erneut auf das Monza-Podium. Für BMW Motorrad Werksfahrer Marco Melandri (ITA) ist Monza nach Imola das zweite Heimspiel der Saison.

 

 

Zahlen und Fakten:  

Strecke/Datum

Autodromo Nazionale di Monza / 06. Mai 2012

Startzeit Lauf 1 (lokal/MESZ)

12:00 Uhr / 12:00 Uhr

Startzeit Lauf 2 (lokal/MESZ)

15:30 Uhr / 15:30 Uhr

Runde/Renndistanz

5,777 km / 103,986 km (18 Runden)

Kurven

5 Linkskurven, 8 Rechtskurven

Sieger

2011

Lauf 1: Eugene Laverty, Yamaha WSBK Team, 31.09,584 Min.

Lauf 2: Eugene Laverty, Yamaha WSBK Team, 31.19,948 Min.

Schnellste Rennrunde 2011

Max Biaggi, Aprilia Alitalia Racing Team, 1.43,023 Min.

Daten 2011

 

Topspeed: 332,5 km/h (Melandri,Laverty, Biaggi, Camier)

Längste Volllastpassage: 13 sec / 992 m

Schnellste Kurve: Curva Grande, 5. Gang, 224 km/h

Maximale Verzögerung: 327 km/h - 78 km/h

 

Fahrer

Marco Melandri

Leon Haslam

Geburtstag

07.08.1982

31.05.1983

Geburtsort

Ravenna / Italien

Smalley / Großbritannien

Nationalität

Italiener

Brite

Wohnort

Ravenna / Italien

Smalley / Großbritannien

Familienstand

Verlobt

Verheiratet

Größe

1,66 m

1,73 m

Gewicht

60 kg

67 kg

WSBK-Debüt

2011, Phillip Island (AUS)

2003, Brands Hatch (GBR)

Rennen gestartet

32

118

Polepositions

1

1

Siege

4

3

Podiumsplätze

16

25

Schnellste Rennrunden

3

3

Bester WM-Platz

2. (2011)

2. (2010)

WM-Punkte 2012

66

58

 

Team BMW Motorrad Motorsport

Gründung

01.01.2009

Standorte

München und Stephanskirchen (GER)

WSBK-Debüt

2009, Phillip Island (AUS)

Rennen gestartet

86

Polepositions

1

Siege

0

Podiumsplätze

8

Schnellste Runden

1

WM-Punkte 2012

86 (Hersteller) / 124 (Team)

WM-Platzierungen

4. (2011), 311 Punkte

6. (2010), 201 Punkte

6. (2009), 141 Punkte

 

 

Zu dieser Presseinformation wurde für Sie nachfolgendes AV-Mediamaterial zusammengestellt. Zusätzliches Material können Sie auch über die Navigationspunkte Photo, Audio und Video & TV finden.
Zusammenstellung: 1 Set mit 3 Photos. |   
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BMW Motorrad Motorsport - WSBK - Monza - Vorschau

Imola (IT), 26 March 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Riders Marco Melandri (ITA) and Leon Haslam (GBR). This image is copyright free for editorial use © BMW AG

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26.03.2012 | P90091980
Imola (IT), 26 March 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Riders Marco Melandri (ITA) and Leon Haslam (GBR). This image is copyright free for editorial use © BMW AG
Assen (NED) 21 April 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Rider Marco Melandri (ITA) riding the BMW S 1000 RR. This image is copyright free for editorial use © BMW AG Link zur Detailseite
 
21.04.2012 | P90093057
Assen (NED) 21 April 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Rider Marco Melandri (ITA) riding the BMW S 1000 RR. This image is copyright free for editorial use © BMW AG
Assen (NED) 20 April 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Rider Leon Haslam (GBR) riding the BMW S 1000 RR. This image is copyright free for editorial use © BMW AG Link zur Detailseite
 
20.04.2012 | P90093033
Assen (NED) 20 April 2012. Team BMW Motorrad Motorsport Rider Leon Haslam (GBR) riding the BMW S 1000 RR. This image is copyright free for editorial use © BMW AG

Bei Fragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:

BMW Group
Benjamin Titz

Tel.: +49-89-382-22998
Fax: +49-89-382-20626
E-Mail Adresse: benjamin.titz@bmw.de

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